Der Mensch hinter den vier Wegen

Ein Arzt, der auch Dichter ist.

…und ein Gärtner der Stille.

Ich bin Robert Brodhun — Arzt in Bad Gottleuba und mehr: Dichter, Mentor und Hüter eines alten Waldparks. Was ich tue, folgt einem Gedanken: Menschen helfen, zur Ruhe zu kommen und sich wieder mit sich selbst und der Natur zu verbinden.

Robert Brodhun beim Schreiben an einem Tisch im Waldpark
Robert Brodhun · Bad Gottleuba

Ich bin Arzt geworden, um Menschen zu helfen. Mit den Jahren habe ich gelernt: Der Körper kommt zur Ruhe, wenn die Seele es tut. Heilung beginnt oft im Innehalten.

Aus dieser Überzeugung ist mit der Zeit mehr geworden als eine Praxis. Ich schreibe Gedichte, begleite Menschen als Coach und öffne unseren historischen Waldpark als Ort der Begegnung — unvoreingenommen, für alle. So verschieden das klingt, es wächst aus einem Boden.

Verschiedene Wege, ein Herz.

Auf einen Blick

Wer ich bin.

ArztFacharzt für Allgemeinmedizin und Kurarzt in Bad Gottleuba, mit ganzheitlichem Schwerpunkt.
DichterGedichtbände im Verlagshaus Schlosser, in fester Wort-Bild-Zusammenarbeit mit der Künstlerin Anne Kern.
GärtnerHüter des historischen Villengartens am Chemnitzer Heim (1902) — heute ein Ort der Begegnung.
EngagiertVerein „Ganzheitliche Lebensführung aus dem Herzen e. V."; 2025 vom Freistaat Sachsen für bürgerschaftliches Engagement nominiert.
Im Gespräch · Verlagshaus Schlosser

Gefragt und geantwortet.

Ein Auszug aus dem Interview zum Erscheinen von „Sommerleuchten“.

Wollten Sie schon immer ein Buch schreiben?

Ich bewundere Menschen, die Bücher schreiben. Obgleich ich inzwischen selbst mein drittes Buch veröffentlicht habe, empfinde ich nach wie vor großen Respekt vor Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Die tiefe Verbundenheit mit der Sprache hat mich wohl schon immer sehr berührt. Als Kind durfte ich das Vorlesen als kostbare Momente erleben, in denen Geschichten meiner Fantasie Flügel verliehen. Schon damals entstanden meine eigenen Geschichten …

Was ist das Besondere an Ihren Büchern?

Das Besondere ist vielleicht, dass sie jeder Mensch in seiner eigenen Sprache schreiben könnte. Sie erzählen keine außergewöhnlichen Geschichten, sondern greifen das auf, was uns allen geschenkt ist: die Fähigkeit, wahrzunehmen. Jeder erlebt den Wind auf der Haut, das Spiel des Lichts oder den Duft eines Sommermorgens auf seine ganz persönliche Weise. Wenn meine Bücher dazu beitragen, diese oft verschüttete Gabe wieder zu entdecken, dann haben sie ihren Sinn erfüllt.

Gab es besondere Herausforderungen beim Schreiben?

Eine Herausforderung kann darin bestehen, dem Schreiben im Alltag den Raum zu geben, den es einfordert. Das Schöne daran ist jedoch, dass es die Muße braucht — gerade darin liegt für mich seine besondere Qualität: Schreiben entschleunigt unmittelbar. Oft schleichen sich schon früh am Morgen Zeilen in mein Bewusstsein und verlangen danach, aufgeschrieben zu werden. Der Tag bekommt dadurch eine besondere Tiefe.

Was machen Sie, wenn Sie gerade nicht schreiben?

Dann arbeite ich meist mit Menschen — als Arzt in gesundheitlichen Fragen, als Begleiter in Sinn- und Lebensfragen. Dazu kommt unser Verein „Ganzheitliche Lebensführung aus dem Herzen“, der mir sehr am Herzen liegt. Einen wichtigen Ausgleich finde ich in der Natur: Dort beobachte ich, komme zur Ruhe und nehme bewusst wahr, was mich umgibt. Viele Gedanken und Bilder entstehen genau in diesen Momenten. Leben, Begegnung und Natur sind für mich keine Gegensätze zum Schreiben — sie sind seine wichtigste Quelle.

Das vollständige Interview führte das Verlagshaus Schlosser zum Erscheinen von „Sommerleuchten“.

Vier Wege, ein Herz

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Alles, was ich tue, kommt aus demselben Boden — aus dem Herzen.
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